Ehrenamtspreis für Malscher Nikoläuse
Gemeinde Malsch zeichnet Kolpingsfamilie aus
Seit Jahrzehnten bringt die Kolpingsfamilie Malsch am Nikolaustag Kinderaugen zum Leuchten. Mit großem ehrenamtlichem Engagement besuchen jedes Jahr rund um den 6. Dezember fünf Nikolausgruppen Familien in der Gemeinde und schenken mehr als 60 Kindern unvergessliche Momente. Dafür wurde die Kolpingsfamilie nun mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Malsch ausgezeichnet.
Die als Bischof Nikolaus gekleideten Kolping-Männer Ferdinand Bartelt, Josef Gramespacher, Peter Kohm und Michael Lumpp knüpfen bewusst an das ursprüngliche Brauchtum an und unterscheiden sich klar vom allgegenwärtigen Weihnachtsmann. Unterstützt werden sie auch von Pfarrer Rainer Warneck, der ebenfalls bei der Aktion als Nikolaus unterwegs ist. Mit Mitra, Bischofsstab und goldenem Buch erzählen sie vom Leben und Wirken des heiligen Nikolaus, hören den Kindern zu, singen gemeinsam Lieder und überreichen am Ende kleine Geschenke. Oft tragen die Kinder Gedichte vor, musizieren oder zeigen selbstgemalte Bilder. Begegnungen, die auf beiden Seiten lange in Erinnerung bleiben.
Rund 25 Familien werden jährlich nach Anmeldung besucht, bei Bedarf auch Kindergärten oder Gemeinschaftsunterkünfte. Der Nikolausbesuch ist kostenfrei; Spenden kommen sozialen Projekten für Kinder und Familien zugute, im In- und Ausland. Selbst in den Corona-Jahren hielt die Kolpingsfamilie an der Aktion fest und setzte damit ein starkes Zeichen der Nähe und Hoffnung.
Die Nikolausaktion steht beispielhaft für gelebte Nächstenliebe und das Vorbild des heiligen Nikolaus: aufmerksam, gerecht und hilfsbereit. Die Auszeichnung würdigt nicht nur ein schönes Brauchtum, sondern vor allem ein Ehrenamt, das Generationen verbindet und den Glauben konkret erfahrbar macht.
Auf dem Gruppenbild zu sehen:
Ferdinand Bartelt, Michael Lumpp, Peter Kohm, Josef Gramespacher und Rainer Warneck
EK


