
V.l.n.r.: Lothar Hanser (FDP), Katrin Kern (CDU), Nadyne Saint-Cast (Bündnis 90/Die Grünen) und Viviane Sigg (SPD) diskutierten auf dem Podium zu Fragen des Moderators Christoph Haas (Mitte) und des Publikums.
Am Ende waren sie sich doch sehr einig, die Kandidat*innen auf dem Podium: Bildung und Bürokratieabbau standen bei allen ganz oben auf der Agenda. Die Kolpingsfamilie Freiburg-St. Georgen hatte zum Wahlcheck anlässlich der Landtagswahl ins Pfarrzentrum St. Georg eingeladen, zusammen mit dem Bildungswerk und mit Unterstützung des Kolpingwerk Diözesanverbands Freiburg. Hier konnten die etwa 130 Zuhörer*innen ihre Erwartungen an den Kandidat*innen Nadyne Saint-Cast (Bündnis 90/ Die Grünen), Katrin Kern (CDU), Viviane Sigg (SPD) und Lothar Hanser (FDP) messen.
Von Kontroverse keine Spur. Oder, wie Moderator Christoph Haas, Politikwissenschaftler an der Uni Freiburg und im Vorstand der Kolpingsfamilie Freiburg-St. Georgen, launig meinte: Er fühle sich bei allen gut aufgehoben.
Nadyne Saint-Cast hatte naturgemäß den Klimaschutz, im Einklang mit Wirtschaft und Innovation, auf der Agenda, während Katrin Kern als Polizistin die Sicherheit und vor allem den Kinderschutz in den Mittelpunkt stellte. Viviane Sigg fokussierte besonders die Themen Schule und bezahlbares Wohnen, Lothar Hanser gab sich bürgernah und pragmatisch. Er ist Kandidat des Wahlkreises 48 (Breisgau) und war kurzfristig für Linus Kionka eingesprungen, der wegen einer anderen Veranstaltung abgesagt hatte.
An den vom Moderator eingeworfenen Themen wie Kita-Gebühren, Grundschulempfehlung, G8/G9, Straße oder Schiene arbeiteten sich die Kandidat*innen ab. Auch zu Fragen des Publikums wie zum in St. Georgen brennenden Thema Ausbau der Rheintalbahn diskutierte die Runde, ebenso wie zum sozialen Wohnungsbau oder zur inneren und Internet-Sicherheit. Bei einem Speed-Dating mit fliegendem Wechsel der Kandidat*innen an vier Steh-Tischen konnte das Publikum dann direkt mit den Politiker*innen ins Gespräch kommen. Ein nahbarer Abend in vertrauter Kolping-Atmosphäre, den das Publikum mit Applaus goutierte.
Manuela Blum


